Raul Krauthausen Eltern

Raul Krauthausen Eltern: Der in Lima, Peru, geborene Ral Aguayo-Krauthausen ist ein deutscher Verfechter der Rechte von Menschen mit Behinderungen. An der HPI School of Design Thinking und der Universität der Künste Berlin erhielt er seine Ausbildung in sozialer und wirtschaftlicher Kommunikation und Design Thinking. Neben seiner Tätigkeit als Ashoka-Stipendiat wurde ihm auch das Bundesverdienstkreuz verliehen.

Eine der ersten inklusiven Schulen Krauthausens befand sich in Berlin, wo er aufwuchs. Er ist fest davon überzeugt, dass der Besuch dieser Universität entscheidend für den Start ins Berufsleben war.

Raul Krauthausen Eltern
Raul Krauthausen Eltern

Das Studium der Sozial- und Wirtschaftskommunikation nach dem Abitur in Krauthausen habe seine Sicht auf das Leben als Mensch mit Behinderung verändert.

Krauthausen hat erklärt, dass er sich sein Leben lang nie mit seiner Beeinträchtigung auseinandersetzen wollte. Trotz seiner Proteste bestanden seine Eltern darauf, dass er mit anderen behinderten Kindern spielt.

Erst in seinem ersten Jahr an der High School änderte sich seine Perspektive. Es fehlte das Gefühl der Zugehörigkeit zu einer Gruppe von Gleichgesinnten. Als er zu diesem Schluss kam, beschloss er, eine gemeinnützige Organisation zu gründen.

Krauthausen ging im Oktober 2016 in einer deutschen Einrichtung für Menschen mit Behinderungen undercover. Seinen typischen Schnurrbart und die Glatze geschoren, hat er jetzt einen sauber rasierten Haarschopf.

Um ein besseres Verständnis davon zu bekommen, wie es ist, behindert zu sein und in einer Institution zu leben, verbrachte die Reporterin fünf Tage in der Einrichtung. Deutsche Gesetzgeber und Entscheidungsträger haben die verdeckte Studie von Krauthausen zwar berücksichtigt, jedoch keine Gesetzesänderungen vorgenommen.

Raul Krauthausen Eltern
Raul Krauthausen ElternRaul Krauthausen Eltern

Leidmedien.de, eine Website für Journalisten und andere, die sich mit der Darstellung von Menschen mit Behinderung beschäftigen, ist eines der jüngsten Sozialhelden-Projekte. Leidmedien.de baut mit Aktivismus, Essays, Workshops und Bildungsangeboten Vorurteile und Klischees über das Leben mit Behinderung ab.

2014 hat Raul Krauthausen eine druckbare 3D-Minirampe entwickelt, mit der man im Rollstuhl über Gehweghindernisse hinwegfahren kann. „Bei Osteogenesis imperfecta oder „Knochenbrüchigkeit“ kommt Ral Krauthausen nur mit Hilfe seines Rollstuhls herum.

Deutschland sollte sich laut Krauthausen das US-Amerikanische Behindertengesetz als Vorbild nehmen. Deutschland sei nicht so zugänglich wie andere europäische Länder, findet er, und das sei ein Problem.

Er hat einen Partner, der ebenfalls arbeitsunfähig ist. Erwachsene und Eltern hingegen, rät Krauthausen, sollten ihn nicht nach seinem Befinden fragen, wenn sie neugierig auf die eigenen Kinder sind.

Raul Aguayo-Krauthausen ist eine vielseitig begabte Medienpersönlichkeit. Er wuchs in Berlin auf, nachdem er als Kind von seinem Geburtsort in Lima, Peru, dorthin gezogen war, um politischer Aktivist zu werden. Bei Halbe Katoffl erzählt er Geschichten über seine einzigartigen Schulerfahrungen, wie der Film Vorstadtkrokodile sein Leben geprägt hat und wie er in die Medien “gestolpert” ist.

Raul hat sich nicht nur in den Medien einen Namen gemacht, sondern nach über zwanzig Jahren auch der Inklusionsbewegung ein Gesicht gegeben. Durch mehrere Projekte wie Wheelmap, the social hero: within und seine Podcasts macht er immer wieder auf die Probleme mit Barrierefreiheit und Inklusion in den USA aufmerksam.

Raul Krauthausen Eltern
Raul Krauthausen Eltern

Raul wurde in Peru geboren, was vielen Menschen nicht bewusst ist. Seine Eltern lernten sich zum ersten Mal in Südamerika kennen. Einige Vorfahren seiner Mutter hatten das Land vor Jahrzehnten verlassen. Sein peruanischer Vater ist sein leiblicher Vater. Im Alter von einem Jahr entschieden sich seine Eltern, nach Deutschland zu gehen, nachdem sie von Rauls Behinderung erfahren hatten: Er wurde mit Glasknochen geboren. Er ist gebürtiger Berliner.

“Ich kenne das peruanische Leben nur als Tourist”, sagt er. Aufgrund der mangelnden Kommunikation seines Vaters mit seiner peruanischen Familie und aufgrund der starken religiösen Überzeugungen seiner Familie fühlt sich Raul in Konflikt geraten. Als Kind taufte ihn einer seiner Onkel heimlich.

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