Marike Kolossa Geboren

Marike Kolossa Geboren – LÖRRACH. Als Marike Kolossa vom Umweltbundesamt ihren wissenschaftlich fundierten Vortrag in der Schöpflin-Werkstatt mit „Wir sind umgeben von einer Welt aus Kunststoff“ begann, wurde das Publikum an die Bedeutung des Recyclings erinner

t. Sie stellte die Auswirkungen auf Menschen und insbesondere auf Kinder dar, die etwas besorgniserregender waren als die Informationen, die sie damals von ihrer Behörde erhalten hatte.

Marike Kolossa Geboren
Marike Kolossa Geboren

Weichmacher machen bis zu 70 % der Zusammensetzung von Kunststoff aus und sind besonders schädlich für das sich entwickelnde Kind im Mutterleib sowie für Babys und Kleinkinder sowie für ältere Kinder. Weichmacher sind Stoffe, die spröde Materialien wie Kunststoffe elastischer machen, indem sie dem Material Elastizität verleihen.

In hohen Konzentrationen können sie die Leber schädigen. Besonders besorgniserregend sind laut Kolossa die sogenannten Phthalate, die nachweislich die männliche Fruchtbarkeit verringern und sogar zur Kinderlosigkeit beitragen können. Insbesondere jüngere Männer sind stärker betroffen. Die Gefahr wurde stark unterschätzt.

Marike Kolossa Geboren
Marike Kolossa Geboren

Ihre Karriere beim Umweltbundesamt begann sie 1992, wo sie als Wissenschaftlerin in den Bereichen Umweltauswirkungen auf die menschliche Gesundheit, Allgemeine und internationale Angelegenheiten der Umweltchemikalien und Toxikologie tätig war.

Marike Kolossa-Gehring schloss ihr Studium 1992 an der Universität Heidelberg ab. Seit 2004 leitet sie die Sektion “Toxikologie, Gesundheitsbezogenes Umweltmonitoring”. In dieser Funktion ist sie verantwortlich für die Human-Biomonitoring-Studien des Deutschen Umweltsurveys und die Deutsche Probenbank, die als Grundlage für das deutsche System zur gesundheitsbezogenen Umweltüberwachung dienen.

Der Verband der Chemischen Industrie hat 2010 in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit eine Initiative zur Unterstützung des Human-Biomonitorings ins Leben gerufen. 2010 übernahm sie die Leitung der Initiative.

Das abgeschlossene EU-Projekt Expert Team to Support BIOmonitoring (ESBIO), ein Konsortium, das ein Konzept für Biomonitoring in Europa erstellt, und DEMOCOPHES und COPHES, das Consortium to Perform Human Biomonitoring on a European Scale, das eine Human-Biomonitoring-Studie vorbereitet in Europa gehörten sie sowohl als Mitglied als auch als Leiterin von Arbeitspaketen an.

Von 2006 bis 2010 war sie stellvertretende Vorsitzende bzw. Vorsitzende des OECD-Beirats für endokrine Disruptortests und -bewertungen. Von 2011 bis 2015 war sie Regierungsrätin der International Society of Exposure Science (ISES).

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