Margot Friedländer Familie

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Margot Friedländer Familie – Margot Friedlander ist eine deutsche Holocaust-Überlebende, die als Augenzeugin der Ereignisse des Holocaust auftritt. Margot Friedländer wurde von Eltern geboren, die beide Juden waren. Ihre Scheidung wurde 1937 vollzogen. Margot lebte in Berlin-Kreuzberg mit ihrem vierjährigen jüngeren Bruder Ralph und ihrer Mutter Auguste Bendheim, die sie aufzog.

Sie versuchten mehrfach, das Land zu verlassen. 1938 weigerten sich die USA, Menschen ins Land zu lassen. Ihr Vater wurde 1942 in einem Vernichtungslager ermordet, als sie noch ein Kind war. Sie wollten am 20. Januar 1943 aus Deutschland fliehen, als Ralph von der Gestapo festgenommen wurde.

Bevor sie sich zur Begleitung ihres Sohnes Ralph bei der Polizei stellte, konnte die Mutter eine Handtasche mit ihrem Adressbuch sowie eine Bernsteinkette bei einer Gruppe von Nachbarn hinterlassen. Auch die mündliche Botschaft ihrer Mutter an Margot wurde von den Nachbarn weitergegeben: “Versuche dein Leben besser zu machen.” Sie wurden zusammen mit ihrer Mutter und ihrem Bruder in Auschwitz ermordet.

Margot Friedländer arbeitete viele Jahre unter anderem als Schneiderin und Reisekauffrau in New York. 1997 verstarb Adolf Friedländer. Unmittelbar nach Adolfs Tod schrieb sich Margot an der jüdischen Kultureinrichtung Y, an der ihr Mann zuvor gearbeitet hatte, für einen Aufbaukurs für biographisches Schreiben ein.

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Eine ihrer ersten Geschichten handelt von ihrer Befreiung aus dem Konzentrationslager Auschwitz, die eine ihrer ersten Erfahrungen war. Durch die Veröffentlichung ihrer Geschichten lernte Margot eine Dokumentarfilmerin kennen, mit der sie in ihrer Heimatstadt Berlin an einem Dokumentarfilm zusammenarbeitete.

Nachdem Margot Friedländer 2003 einer Einladung des Berliner Senats zu “Verfolgten und Emigranten” gefolgt war, stattete sie ihrer Heimatstadt Berlin einen Besuch ab. Ihre 2008 erschienene Autobiografie trägt den Titel “Try to Make Your Life Better”. Nach mehreren Reisen nach Berlin entschied sie sich 2010 für einen dauerhaften Umzug in die Stadt.

Sie konnte ihre deutsche Staatsbürgerschaft wiedererlangen. Heute reist Margot Friedländer manchmal bis zu dreimal die Woche zu Schulen und anderen Institutionen in ganz Deutschland, um ihre Überlebensgeschichte zu teilen. Zu besonderen Anlässen trägt sie die Bernsteinkette, die sie von ihrer Mutter geschenkt bekommen hat.

Insgesamt konnte Margot fünfzehn Monate unter der Erde bleiben. Sie musste ihren Wohnsitz regelmäßig umziehen und war jederzeit auf die Hilfe anderer angewiesen. Dreimal entkam sie der Gestapo, jedes Mal entging sie nur knapp einer Gefangennahme. Um weniger “jüdisch” zu wirken, färbte sie ihr schwarzes Haar Tizianrot und ließ sich sogar die Nase operieren, um weniger “jüdisch” zu wirken.

Nachdem sie im April 1944 von jüdischen “Grabbern” festgenommen worden war, die für die Nazis arbeiteten, wurde sie in das Konzentrationslager Theresienstadt in Deutschland transportiert. Sie konnte nur durch Glück überleben. Adolf Friedländer kam noch im Lager auf sie zu und fragte: “Können Sie sich ein Leben mit mir vorstellen?” Margot Bendheim nickte nur mit ausdruckslosem Gesicht.

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Im Juli 1946 bestiegen sie ein Auswanderungsschiff nach New York, ihre erste gemeinsame Reise als Ehepaar. Margot Friedländer arbeitete als Schneiderin und Reisekauffrau in der Stadt, während ihr Mann Adolf Friedländer Führungspositionen in jüdischen Organisationen innehatte.

Nach seinem Tod am 25. Dezember 1997 gelang es Margot Friedländer, den Weg zurück nach Deutschland zu finden, ein Land, in das sie sich wie ihr Mann geschworen hatte, niemals zurückzukehren. 2008 erschien ihre Autobiografie Attempts to Make Your Life (Rowohlt-Verlag). 2011 wurde ihr für ihr engagiertes Auftreten als Zeitzeugin des Holocaust das Bundesverdienstkreuz mit Band verliehen

Margot Friedländer Familie.

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