Luisa Wöllisch Eltern

Luisa Wöllisch Eltern – Luisa Wöllisch (* 1996 in München) ist eine deutsche Schauspielerin, die in mehreren Filmen mitgewirkt hat.

Luisa Wöllisch Eltern
Luisa Wöllisch Eltern

Die gebürtige Tutzingerin lebt seit ihrer Kindheit mit dem Down-Syndrom, einem genetischen Defekt, der zu geistigen und körperlichen Einschränkungen führt.

Seit ihrer Kindheit engagiert sie sich in der Krippenszene ihrer Gemeinde und tritt heute als festes Ensemblemitglied auf der Freien Bühne in München auf. Franzi Maier, eine Figur mit Down-Syndrom, war ihre erste Hauptrolle in einem deutschen Film, in der Komödie Die Goldfische, die auch ihre erste Hauptrolle insgesamt (2019) war.

Nachdem sie den Song der deutschen Schlagersängerin Helene Fischer atemlos durch die Nacht geprobt und ihren eigenen Tanz dafür choreografiert hatte, wurde sie in die Endrunde gewählt.

Sie ist die einzige Schauspielerin im Film, die nicht nur im wirklichen Leben eine Behinderung hat, sondern auch Schauspielerin ist.

Bereits 2017 war sie in der deutschen Krimikomödie Grießnockerlaffäre zu sehen, in der sie eine Nebenrolle spielte.

Luisa Wöllisch Eltern
Luisa Wöllisch Eltern

Die gebürtige Tutzingerin Luisa Wöllisch spielt die Hauptrolle in dem kommenden Film “Die Goldfische”, in dem es um eine Gruppe behinderter Menschen geht, die in einer Wohngemeinschaft leben. Das Besondere daran: Die 22-Jährige ist die einzige Schauspielerin, die tatsächlich selbst mit einer Behinderung lebt. Am vergangenen Samstag fand die Premiere im Kurtheater Tutzing statt.

Tutzing ist heute eine bekannte Schauspielerin. Eine Schauspielerin, die in einem Film als Hauptfigur auftritt. Damit ging für Luisa Wöllisch aus Tutzing ein lang gehegter Traum in Erfüllung. Mehrere bekannte deutsche Künstler, darunter Tom Schilling, Axel Stein und Jella Haase, standen für den Film “Die Goldfische”, in dem sie gecastet wurde, vor der Kamera.

Sie wurde Mitglied einer Filmfamilie, die eine Gruppe behinderter Menschen porträtierte, die in einer Wohngemeinschaft lebten. Das Besondere an dieser Situation ist, dass Luisa das einzige Mitglied des Teams ist, das tatsächlich mit einer Behinderung lebt.

Sie wurde mit der genetischen Störung Trisomie 21 (Down-Syndrom) geboren. Am Samstag war der Film im Kurtheater Tutzing zu sehen, der als eine Art “Heimpremiere” im Beisein von Freunden, Familie und bekannten Persönlichkeiten diente.

Luisa Wöllisch erinnert sich mit großer Begeisterung an den offiziellen Premierentag in München, der erst wenige Tage zuvor stattgefunden hatte: “Das war absolut großartig.” Als sie im Hotel Bayerischer Hof ankam, wurde sie hineinbegleitet und mit einem Zimmer sowie einer eigenen Stylistin versorgt.

Alle zehn Minuten koordinierte Ihr Pressesprecher die eingehenden Interviewanfragen. Da war dann der rote Teppich, das Blitzlichtgewitter mit den Schauspielerkollegen und der tosende Applaus nach der Vorstellung. Ein großes Kino mit vielen Sitzgelegenheiten.

“Was jetzt so natürlich und verspielt wirkt, war eigentlich ein Kampf gegen viel Widerstand”, sagt Stefan Wöllisch, Luisas Vater. Die Eltern wünschten sich eine möglichst normale Erziehung ihrer Tochter.

Infolgedessen besuchte sie eine Grundschule in ihrer Heimatstadt Tutzing, bevor sie eine Montessori-Schule in Deutschland besuchte und abschloss. Die Erfahrung von Stefan Wöllisch lässt sich wie folgt zusammenfassen: “Viele Institutionen bekennen sich zum Wort Inklusion, aber in der Praxis funktioniert es selten.”

Luisa Wöllisch Eltern
Luisa Wöllisch Eltern

Eine richtungsweisende Entdeckung machte Luisas Mutter Eva mit der 2014 von Angelica Fell gegründeten Freien Bühne München, einem „Theater für alle“, an dem Luisa ihre Schauspielausbildung absolvieren konnte.

Das Umfeld förderte ihre Entwicklung, als sie sich in das Ensemble einfügte, das Menschen mit und ohne Behinderung umfasste. “Ich hatte verschiedene Rollen und stand oft auf der Bühne, zum Beispiel habe ich die Orphelia in Shakespeares Hamlet gespielt”, sagt Luisa voller Enthusiasmus.

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