Faber Castell Vermögen: Der gebürtige Bamberger Anton-Wolfgang „Toni“ Lothar Andreas Graf von Faber-Castell war Unternehmer und Mitglied des Industrie- und Adelsgeschlechts Faber-Castell. Er starb am 21. Januar 2016 in Houston, Texas.

Er war fast 40 Jahre lang CEO von Faber-Castell in der siebten Generation. Anton-Wolfgang wurde nach dem Tod seines Vaters 1941 als Sohn des alleinigen Eigentümers von Faber-Finale Castell, Roland Graf von Faber-Castell (1905–1978) und seiner zweiten Frau Katharina Sprecher von Bernegg geboren.

Faber Castell Vermögen
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Auch der Schweizer Journalist Christian Graf von Faber-Castell stammt aus seiner Ehe mit dem Sprecher von Bernegg. Die Scheidung von 1969 war das Ergebnis einer Vertragsehe von 1938. Vater Roland hatte insgesamt acht Nachkommen, davon fünf Jungen; er hatte zwei Frauen.

Hubertus Graf von Faber-Castell (1934-2007) war der Bruder von Alix-May von Frankenberg und Ludwigsdorf, Tochter von Victoria Freiin von Oppenheim und Mitinhaberin der Privatbank Sal. Oppenheim Jr & Cie. Antisemitische Beleidigungen und Drohungen in der Presse führten zur Scheidung in der ersten Ehe des Vaters, die 1935 endete.

Anton-Wolfgang von Faber-Castell heiratete zwischen Juni und Oktober 1986 Carla Mathilde Lamesch aus Luxemburg. Charles (Jahrgang 1980) ist ein direktes Ergebnis dieser Beziehung, da er vor der Ehe geboren wurde.

Seit 1987 heiratet Anton-Wolfgang Graf von Faber-Castell Mary Elizabeth Hogan (*1951). Nach der Geburt der ersten beiden Töchter 1988 und 1996 bekam das Paar drei weitere Kinder.

Faber-Castell ist ein deutscher Hersteller von Schreibgeräten. Faber-Castell, der weltweit größte Hersteller von Farb- und Bleistiften, produziert jährlich rund zwei Milliarden holzgefasste Bleistifte.

Faber Castell Vermögen
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Rund 8.000 Mitarbeiter beschäftigt das Unternehmen, das nach eigenen Angaben über Produktionsstätten in 10 Ländern und Vertriebsorganisationen in 22 Nationen sowie Handelsvertretungen in über 120 Ländern verfügt.

Hinzu kommt die Faber-Castell-Fabrik in Brasilien, die mit 1,5 Milliarden Stiften pro Jahr der größte Farbstifthersteller der Welt ist.

Die Niederlassung Geroldsgrün entstand zum 100-jährigen Firmenjubiläum 1861 zunächst als Schiefergießerei. 1874 beantragte Lothar Faber beim Deutschen Reichstag die Einführung eines Markenrechts in Deutschland (Mai 1875).

Seine Enkelin Ottilie heiratete 1898, im Geburtsjahr Lothars, den Grafen Alexander von Castell-Rüdenhausen. Nach Lothars Tod im Jahr 1896 wurde die Firma von Faber-Castell übernommen, was zur neuen Firmenbezeichnung führte (Graf Alexander änderte seinen Namen in Alexander von Faber-Castell).

Bereits 1905 gründete der deutsche Bleistifthersteller Alexander von Faber-Castell die Marke „Castell“, die für hochwertige Schreibgeräte steht. Mit dieser Akquisition wurde die Bleistiftfabrik von Johann Faber übernommen, sowie eine Beteiligung an “Lápis Johann Faber”, dem weltgrößten Bleistifthersteller. Der TK-Stift für technisches Zeichnen wurde 1948 eingeführt und markierte den Beginn einer neuen Ära.

Die Produktion von Textmarkern und Faserstiften begann in den 1960er und 1970er Jahren. Faber-Castell führte Anfang der 90er Jahre seine wasserbasierte Lacktechnologie für Bleistifte und Farbstifte ein. 1992 weihte der damalige Bundesumweltminister Klaus Töpfer die weltweit erste Anlage für umweltfreundliche Blei- und Buntstifte ein.

Das im Jahr 2000 gegründete Unternehmen hat sich mit einer eigenen Charta freiwillig an die Empfehlungen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) gehalten.

Faber-Castell wurde im November 2006 mit dem „Arbeitspreis“ des Zukunftswirtschaftsforums ausgezeichnet, der Unternehmen würdigt, die in ihrer sozialen und ökologischen Verantwortung überdurchschnittliche Leistungen erbringen.

Faber Castell Vermögen
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Seit 2007 ist die Faber-Castell-Akademie eine gewinnorientierte Hochschule für das Studium von Kunst, Kultur und Design. Faber-Castell war zwischen 1880 und 1975 einer der weltweit führenden Hersteller von Rechenschiebern.

Seit dem 1. Juni 2017 ist der Schweizer Daniel Rogger neuer CEO des Unternehmens anstelle der bisherigen langjährigen Familienmitglieder. Im Jahr 2017 wurden laut den Finanzergebnissen 2017 40 % des Umsatzes des Unternehmens in Südamerika, 35 % in Europa und Afrika und 25 % in Asien erzielt.

Als Daniel Rogger am 16. März 2020 als CEO zurücktrat, gab das Unternehmen bekannt, dass Stefan Leitz seinen Platz einnehmen wird. Zu den Produktkategorien zählen allgemeines Schreiben (Bürobedarf), Schule, Graf von Faber-Castell (feine Schreibgeräte) und Kunst & Grafik.

Sowohl die Albrecht Dürer- und Polychromos-Linien für Ölpastelle und Buntstifte sind in dieser Kategorie, als auch Pitt für Pastelle und Fasermaler mit Pigmenttinten und TK für technische Zeichenmaterialien. “

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