Ernst Prost Vermögen: Ernst Prost ist ein deutscher Geschäftsmann. Er wurde am 14. Februar 1957 im bayerischen Altötting geboren. Bis Ende 2017, als er seine Anteile an dem Unternehmen, für das er arbeitete, an die Würth-Gruppe verkaufte.

Er war Inhaber des Schmierstoffherstellers Liqui Moly GmbH in Ulm, zu dem auch die Meguin GmbH & Co. KG Mineralolwerke in Saarlouis gehört, und fungierte als geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens. Bis Ende Februar 2022 war er Geschäftsführer beider Unternehmen.

Prost, der Sohn eines Maurers und eines Fabrikarbeiters, erhielt seine Grundschulbildung in Kissing, dann seine Hauptschulbildung in Friedberg (Bayern) und schließlich in Wertingen.

Seine Ausbildung zum Automechaniker erhielt er in Donauwörth. Seine Karriere 1978 beim Autopflegemittelhersteller Sonax in Neuburg an der Donau als Juniorkaufmann begonnen, arbeitete er sich schließlich bis zum Marketingleiter hoch. 1990 übernahm er eine Stelle als Vertriebsleiter am Standort der Liqui Moly GmbH in Ulm.

Ernst Prost Vermögen
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Nach und nach übernahm er die Geschäfte von der Gründerfamilie Henle. Prost kaufte 1998 die letzten verbliebenen Anteile am Unternehmen und blieb dort bis zum Verkauf seiner Anteile an den geschäftsführenden Gesellschafter der Würth-Gruppe tätig; Seitdem bekleidet er die Position des Geschäftsführers im Unternehmen.

Er änderte die Vertriebsstrategie auf mehrere Kanäle (Werkstatt, Handel, Selbstbedienung und Industrie) und forcierte den Export, der mittlerweile fast die Hälfte des Gesamtumsatzes ausmacht. Dadurch konnte er die Abhängigkeit des Unternehmens von wenigen Großkunden beenden.

2006 wurde das Mineralölwerk Meguin in Saarlouis (Saarland) übernommen. Das Unternehmen hat heute eine ausgeprägte Unternehmenskultur, die von Prost begründet wurde. Diese Kultur stellt die Mitarbeiter als „Mitunternehmer“ und das Unternehmen als „Familie“ dar.

Größere öffentliche Aufmerksamkeit erreichte Prost durch Werbekampagnen, in denen er selbst auftrat und die soziale Verantwortung seines Unternehmens für lokale Arbeitsplätze betonte. Beispiele hierfür sind die bundesweite Werbekampagne „Motorenole. Made in Germany“ im April 2010 [5] und eine Reihe von Fernsehspots.

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Als direkte Folge davon trat er in einer Reihe von Fernsehtalkshows auf, etwa in denen von Frank Plasberg, Markus Lanz und Anne Will, wo er sich unter anderem für erhöhte Höchst- und Mindeststeuersätze einsetzte Lohnerhöhungen.

2011 war er laut Spiegel „der Geschäftsmann mit den meisten Auftritten in deutschen Talkshows“, seit 2012 distanziert er sich wieder von den Medien. 2011 war er „der Geschäftsmann mit den meisten Auftritten in deutschen Talkshows“.

Nun setzt er sich für die Wiedereinführung der Vermögensteuer ein, die er als Mitinitiator der Initiative zur Einführung der Vermögensteuer mit initiiert hat. Darüber hinaus macht er unmissverständlich klar, dass er die Dominanz der Finanzindustrie über die Realwirtschaft missbilligt und sich für eine stärkere staatliche Regulierung des Finanzsektors einsetzt. In diesem Zusammenhang wirft er den im Land herrschenden Politikern, die nichts in diese Richtung bewegten, Korruption oder Dummheit vor.

Während der Corona-Krise im Jahr 2020 erregte Ernst Prost erneut die Aufmerksamkeit der Medien mit seiner Entscheidung, jedem Mitarbeiter eine Prämie von 1.500 Euro zu zahlen und auf sein eigenes Gehalt zu verzichten. Darüber hinaus kritisierte er den Ansatz vieler Unternehmen, in der Wirtschaftskrise Teilzeit anzumelden und gleichzeitig Dividenden zu zahlen.

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In dem Monat, in dem er 65 Jahre alt wurde, beschloss er, aufzuhören und im Februar 2022 in den Ruhestand zu gehen. Wie Wolfgang Grupp von Trigema gehört auch rnst Prost zu jenen exzentrischen Geschäftsleuten, die ihre Produkte bewerben und anpreisen , macht alles selbst.

Dadurch sind deren Gesichter in der Öffentlichkeit bekannter als sonst im schwäbischen Mittelstand üblich, für den häufig die goldene Regel gilt: „Don’t talk, create“.

Ernst Prost Vermögen
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Ein Produktionsbezirk in Ulm, dargestellt in Rot und Blau. Ernst Prost, Inhaber von Liqui-Moly und Hersteller von Motoröl, wird in einem Flachbau von einem Unternehmer von außergewöhnlichem Format begrüßt. Prost ist dafür bekannt, die etablierte Ordnung zu gefährden.

Der 61-jährige Selfmade-Unternehmer, der sein Vermögen mit Glücksspielen gemacht hat, spricht sich vehement gegen „Spielerpöbel“ und „Finanzterroristen“ aus. Er fördert seine Mitarbeiter, indem er sie als „Mitunternehmer“ bezeichnet und sie jedes Jahr mit einer „Siegerprämie“ belohnt. Ende 2017 trennte sich Prost schließlich von seinem Unternehmen und verkaufte es an den Schraubenindustrie-Milliardär Reinhold Würth.

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Ernst Prost gelang mit der frühzeitigen Regelung der Nachfolge und dem Verkauf seines Unternehmens an eine andere Familie etwas Außergewöhnliches. Er tat dies, indem er den Motorenölhersteller Liqui Moly zu einer Weltmarke machte.

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