Christine Lambrecht Kinder

Christine Lambrecht Kinder: Christine Lambrecht (* 19. Juni 1965 in Mannheim) ist eine deutsche Politikerin (SPD) und Rechtsanwältin. Derzeit ist sie designierte Bundesverteidigungsministerin in der Scholz-Regierung, die dieses Amt am 6. Dezember 2021 angetreten hat.

Seit dem 27. Juni 2019 hat das Kabinett Merkel IV ihre Bundesministerin für Justiz und Verbraucherschutz ernannt, seit dem 20. Mai 2021 ist sie auch Bundesministerin für Familie, Ältere, Frauen und Jugend sowie Vorstand seit 26.10.2021.

Christine Lambrecht Kinder
Christine Lambrecht Kinder

Lambrecht war von 2011 bis 2013 stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD und von Dezember 2013 bis September 2017 erster Fraktionsvorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion. Zuvor war sie von März 2018 bis Juni 2019 als Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister der Finanzen tätig.

Am Albertus-Magnus-Gymnasium in Viernheim ging Christine Lambrecht bis zu ihrem Abitur 1984 zur Schule. Die Universität Mannheim und die Johannes Gutenberg-Universität Mainz boten ihr eine juristische Ausbildung an und absolvierte das erste Staatsexamen Prüfung im Jahr 1992.

Im Anschluss absolvierte Lambrecht sein Referendariat beim Landgericht Darmstadt. 1995 wurde an der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften in Speyer ein Aufbaustudiengang zum Master of Administrative Sciences angeboten, der im darauffolgenden Jahr mit dem zweiten Staatsexamen abgeschlossen wurde.

Im nächsten Jahr begann Lambrecht als selbstständiger Rechtsanwalt in Viernheim zu arbeiten. Darüber hinaus war sie von 1988 bis 1998 als Lehrbeauftragte für Wirtschafts- und Gesellschaftsrecht an der Berufsakademie Mannheim tätig, wo sie zur ordentlichen Professorin berufen wurde.

Lambrecht trat 1982 in die SPD ein und war von 1985 bis 2001 im Stadtrat Viernheim, von 1997 bis 2001 Vorsitzende. 1982 wurde sie in die SPD gewählt. Außerdem war sie zeitweise Mitglied des Kreistages Bergstraße Zeit von 1989 bis 1997.

Christine Lambrecht Kinder
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Im Deutschen Bundestag war Lambrecht von 1998 bis 2021 Mitglied der konservativen Partei. 1998 und 2002 wurde sie erstmals durch ein Direktmandat im Wahlkreis Bergstraße in den Bundestag gewählt, unterlag aber 2005, 2009, 2013 und 2017 bei vier aufeinanderfolgenden Wahlen und musste über die Landesliste in den Bundestag einziehen. Lambrecht erklärte im September 2020, bei der anstehenden Bundestagswahl 2021 nicht kandidieren zu wollen.

Die Rechts-, Sport- und Untersuchungsausschüsse gehörten zu den Ausschüssen, in denen sie während ihrer ersten Legislaturperiode (1998–2002) als ordentliches Mitglied tätig war. Außerdem war sie Mitglied der Arbeitsgruppe der SPD-Bundestagsfraktion, die mit der Umsetzung des Atomausstiegs beauftragt war. Sie ist Mitglied der parlamentarischen Linken, die durch ihre Fraktion vertreten wird.

In der 15. Legislaturperiode des Deutschen Bundestages (2002–2005) wurde Lambrecht zum ordentlichen Mitglied des Rechtsausschusses berufen, wo sie auch als Sprecherin für Wahlprüfung, Immunität und Verfahrensnormen tätig war. Daneben war sie stellvertretende rechtspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion.

Im folgenden Wahljahr (2005–2009) war Lambrecht Mitglied des Ältestenrats des Deutschen Bundestages.

Zuvor war sie von 2009 bis 2011 rechtspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion. Als stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion wurde sie im April 2011 gewählt. Seit ihrer Gründung ist sie auch Mitglied des Vermittlungsausschusses Mai 2011.

Lambrecht wurde nach der Bundestagswahl 2013 und den Koalitionsverhandlungen zwischen SPD und CDU/CSU im Dezember 2013 mit 95,1 Prozent der Stimmen der SPD-Bundestagsfraktion zum Ersten Parlamentarischen Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion gewählt.

Von 2007 bis 2017 war sie Vorsitzende des SPD-Unterbezirks Bergstraße und Mitglied des SPD-Landesvorstands Hessen, von 2009 bis 2019 stellvertretende Vorsitzende des SPD-Kreis Hessen-Süd. Zuvor war sie stellvertretende Vorsitzende der SPD Kreis Hessen-Süd.

Christine Lambrecht Kinder
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Lambrecht wird nach der Entlassung von Franziska Giffey als Ministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend am 20. Mai 2021 das Amt des Bundesministers für Familie, Senioren, Frauen und Jugend übernehmen. Damit ist sie für zwei Bundesministerien zuständig.

Dezember 2021 hat der voraussichtliche künftige Bundeskanzler Olaf Scholz erklärt, Lambrecht Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zur Ernennung zum Bundesverteidigungsminister vorzuschlagen.

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